Das Monster von Roßlau
Shownotes
Mit einem Massengentest versucht die Polizei einem Täter auf die Spur zu kommen. Doch die Ermittlungen ziehen sich über Jahre hin…
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00:00:01: Ein unbeschwärter, ausfluggenden Wald nimmt Mitte der neunziger Jahre eine tragische Wendung.
00:00:08: Plötzlich sind zwei Menschen verschwunden.
00:00:13: Nichts ist so unglaublich wie das wahre Leben!
00:00:18: Hier ist Sachsen's
00:00:20: spannender Podcast
00:00:21: mit echten Kriminalfällen aus unserer Region aufgeschrieben oder zählt von Maximilian Räck.
00:00:32: Achtung, nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren.
00:00:35: Heute das Monster von Roslau.
00:01:02: in ihren roten Nissan.
00:01:05: Die Fahrt geht von Beilrode nach Osten über die B- eighty in den Wald.
00:01:11: Früher war hier mal ein Truppenübungsplatz der Sowjetarmee, jetzt ist es ein idealer verwilderter Ort zum Pilzesammeln.
00:01:22: Evelyn Haar biegt von der B- seventy auf einen Waldweg ein.
00:01:28: dort parkt sie ihr Auto.
00:01:31: Schranken versperren den weiteren Weg Wegen Brandgefahr.
00:01:34: im Spätsommer darf das Waldstück nicht befahren werden.
00:01:39: Antje K. bleibt mit dem Kleinkind beim Auto, die hübsche schwarzhaarige Teenagerin breitet eine Decke auf den Waldboden aus und mit ihrer achtzehnmonatigen Cousine dort zu spielen bis ihre Tante von der Pilzsuche wieder kommt.
00:01:54: Evelyn Haar stapft der Weilen mit dem Pilzkörpchen in den Wald.
00:01:59: Als Frau Haar nach anderthalb Stunden mit reicher Beute zu ihrem Auto zurückkehrt, sind Antje Ka und das Kleinkind spurlos verschwunden.
00:02:10: Auch die Spieldecke ist weg.
00:02:12: Evelyn Haar sucht zunächst auf eigene Faust nach den beiden.
00:02:16: Merkwürdig!
00:02:18: Das Auto ist bewegt worden.
00:02:20: Es steht gut hundert Meter vom ursprünglichen Parkplatz entfernt hinter der Schranke Und ist jetzt abgeschlossen Doch die siebzehnjährige hat noch keinen Führerschein.
00:02:30: Dass sie das Auto bewegt hat, ist eigentlich ausgeschlossen!
00:02:34: Zwei Stunden lang sucht Evelyn Haar die Umgebung ab.
00:02:38: Dann ruft sie Verwandte und Bekannte an.
00:02:42: Die Oma in Rosenfeld bei der Antje-Ka wohnt weiß nichts.
00:02:46: Auch sonst hat niemand etwas von den Verschwundenen gehört.
00:02:51: Kurz vor acht Uhr abends verständigt Evelyn haar schließlich die Polizei.
00:02:56: Dort herrscht sofort Alarmstimmung.
00:02:59: Zwei Minderjährige, die in einem Waldstück spurlos verschwunden sind, da besteht unmittelbare Gefahr für Leib und Leben.
00:03:08: Die Polizei in Torgau leitet sofort eine Großfahndung ein.
00:03:14: Die Feuerwehren in der Region schließen sich der Suche an und verstärken die Einsatzkräfte der Polizei.
00:03:20: Ein Hubschrauberkreist über dem Waldstuck fährten.
00:03:24: Hunde versuchen eine Spur der Vermissten zu erschnüffeln Vergeblich.
00:03:29: Tage lang sucht die sofort gegründete Sokowalt das Gebiet ab, wie Jäger meldet sich der in seinem Revier bei Rosenfeld jammernde klägliche Geräusche aus dem Wald gehört haben will.
00:03:42: Daraufhin wird der Wald noch einmal mit über hundertfünfzig Beamten durchkämmt.
00:03:48: Drei Quadratkilometer ist das fragliche Waldstück groß.
00:03:53: Das klingt zunächst wenig doch umgerechnet sind das drei Millionen Quadratmeter die Raster für Raster durchkämmt werden müssen.
00:04:02: Es gibt keinerlei Hinweise, dass Antilkar aus familiären Gründen mit dem Kleinkind getürmt sein könnte.
00:04:09: Eine Öffentlichkeitsfahndung bringt gut fünfzig Hinweise.
00:04:14: Eine heiße Spur ist nicht dabei.
00:04:17: Auch dann erhalten die Torgauer Ermittler am siebenundzwanzigsten September durch Kollegen Kenntnis von einem unidentifizierten Leichenfund.
00:04:27: in der Nähe von Hamburg Gut vierhundert Kilometer entfernt hat ein Spaziergänger in einem Wald bei Buchholzsprötze in Niedersachsen zwei tote Körper gefunden.
00:04:38: Eine junge Frau und ein Kleinkind, die Leichen sind bereits stark verwesten.
00:04:45: Der Forensiker und Autor Dr.
00:04:47: Markus Schwarz erklärt ... Das kann man
00:04:51: wirklich bildlich schwer beschreiben!
00:04:53: Wir haben definitiv einen sehr starken Geruch.
00:04:57: Wenn es zwanzig sonnige September-Tage
00:05:00: waren,
00:05:01: dann haben wir mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit schon die beginnende Skelettierung erreicht.
00:05:06: Man muss sich das so vorstellen dass also ein halbwegs intaktes Gelett in einem großen preijigen fützenartigen Tümpel liegt.
00:05:16: wenn zwei Skelette beziehungsweise zwei Körper nebeneinander liegen riecht es noch stärker und der Tüempel ist noch
00:05:22: größer.
00:05:23: Dann muss man sich eine Unzahl an Fliegen vorstellen, es summt überall.
00:05:30: Wenn man sich noch vorstellt dass ein Mensch zu siebzig Prozent aus Flüssigkeit besteht hat man also wirklich auch den Untergrund mittlerweile aufgeweicht.
00:05:40: die Extremitäten werden vertrocknet sein.
00:05:42: der Schädel wird vermutlich auch schon stark in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
00:05:48: wir sind hier gerade in der
00:05:51: Hochphase
00:05:52: der aktiven Zersetzung, vielleicht mit Übergang zur ausklingenden Zersetzung.
00:05:56: Da müsste man sich jetzt die klimatischen Werte mal genauer
00:06:00: anschauen.".
00:06:02: Zwei Ermittler der Soko-Wald setzen sich ins Flugzeug und reisen in die Hansestadt Stade wo die Leichen von der Gerichtsmedizin bereits obduziert wurden.
00:06:12: Eine Identifizierung bereits verwesterleichen ist nicht mehr so einfach sagt der Forensiker.
00:06:19: Hier sind wir Wenn die Leichen begleitet sind an die Aussagen von Zeugen angewiesen, beispielsweise Angehörige, die also jemanden vermissen und genau sagen können was die Person zum jeweiligen Zeitpunkt getragen hat.
00:06:32: Das ist aber keinesfalls ein klarer Beweis für die Identität sondern allein durch die Vollensflüssigkeit können sich natürlich auch Kleidungsstücke in ihrer Farbe und Beschaffenheit verändern wenn sie denn noch da sind?
00:06:43: Die Kleidungsteile.
00:06:45: bei einer Liegezeit im freien Feld oder im Wald ist eine Identifizierung über ein Passbild und einen Gesicht nicht mehr möglich in der Regel.
00:06:53: Das hängt ganz einfach mit den natürlichen Zerfallsprozessen zusammen, gerade das Gesicht die Augen, Mund und Nase als natürliche Körperöffnungen werden primär auch von dem Schmeißfliegenbesiedel.
00:07:03: dort beginnt zuerst der Fraßprozess.
00:07:07: letztlich fressen die Fliegendmaden einfach das Weichgewebe weg.
00:07:11: es bleibt ein blanker Schädel übrig und daran ist keine Identifisierung über ein passbild mehr möglich.
00:07:17: Haarfarbe, Alter und Statur der Getöteten passt zu den Vermissten aus Sachsen.
00:07:24: Die Torgauer Ermittler vergleichen auch die Kleidung der Toten mit den Angaben der Angehörigen.
00:07:29: Das Ergebnis?
00:07:30: Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um den verschwundenen Teenager und das Kleinkind.
00:07:38: Entgültige Gewissheit geben schließlich die Zahnarzt-Unterlagen.
00:07:43: D.h.,
00:07:44: man lässt sich vom behandelten Zahnarzte eines... mutmaßlich verstorbenen den Zahnstatus geben und gleich diesen dann mit der Leiche ab, weil wenn man zum Beispiel einige Zahnarbeiten hat oder einige sehr markante Zahnstellungen oder Zahnformen.
00:08:02: Dann kann man das also am Leichnam sehen aufnehmen und dann vergleichen.
00:08:08: Antje und Cindy sind tot.
00:08:11: bei der Obduktion wird festgestellt dass das Kleinkind mit der Kordel seiner eigenen Mütze ertrosselt wurde.
00:08:18: Die Todesursache der Teenagerin ist nicht sofort klar.
00:08:22: Alles deutet jedoch auf einen Sexualdelikt hin.
00:08:26: Nach zwanzig Tagen ist das Städte Hoffen und Bangen für die Angehörigen zu Ende, und muss dem Schmerz der Gewissheit weichen.
00:08:34: Es ist für unbeteiligte kaum nachvollziehbar welche Seelenqualen die Familien von Verbrechensopfern durchstehen müssen.
00:08:42: Umso mehr haben die Ermittler den Ehrgeiz Den Hinterbliebenen einen Täter zu präsentieren und damit wenigstens Klarheit zu schaffen.
00:08:51: Mühungen der Soko-Wald laufen ins Leere, dann ein Hoffnungsschimmer!
00:08:58: Die Beamten erfahren von Zeugen dass Antia einmal von einem elegant gekleideten jungen Herrn einen Straußerosen geschenkt bekommen hat.
00:09:06: Hat der geheimnisvolle Verehrer etwas mit dem Verbrechen zu tun?
00:09:12: Die Polizei bekommt die Gelegenheit es herauszufinden denn der Mann meldet sich aus freien Stücken.
00:09:18: Es ist der neunundzwanzigjährige Maximilian L. Sohn einer angesehenen Bauunternehmerfamilie.
00:09:25: Er erklärt, dass er Antje einmal Blumen geschenkt habe.
00:09:29: Eigentlich sei der Strauß für seine Freundin bestimmt gewesen Die habe er aber nicht angetroffen Und er habe dann den Strauß an Antje verschenkt.
00:09:37: Für den Zeitpunkt ihres Verschwindens hat er ein Alibi Auf eine weit entfernten Baustelle den Bagger bedient In Gegenwart von fünf Kollegen aus dem Familienunternehmen.
00:09:49: Die Torgauer Kripo hat ihn trotzdem im Verdacht und nimmt ihn vorläufig fest.
00:09:55: Man durchsucht seine Wohnungen und findet nichts, absolut nichts!
00:10:01: Der Staatsanwalt ordnt nach wenigen Tagen die Freilassung des jungen Mannes an.
00:10:06: Ein dringender Tatverdacht lässt sich mit einem Blumenstrauß nicht begründen.
00:10:11: Bislang ist auch unklar wie Antje und Sendi in die Fichtenschonung bei Hamburg gekommen sind... Hinweise auf eine Entführung wie Blut oder Kampfspuren sind am Ort des Verschwindens nicht zu erkennen.
00:10:25: Das heißt aber nicht, dass nicht doch eine Entführung stattgefunden hat", sagt Dr.
00:10:31: Markus Schwarz.
00:10:48: Einen Grund gibt sich nicht zu wehren, zum Beispiel weil eben eine andere Person in Gefahr ist und man erst mal mitkommt, weil man sonst Schlimmeres zu erwarten hätte.
00:10:56: Das sind also einzelne Punkte die dann auch wieder während der Ermittlungsarbeit abgeklärt werden müssen.
00:11:03: In der Nähe der Leichen wurde ein Plasteeimer mit einem Handtuch- und Mörtelresten gefunden.
00:11:10: Die Beamten vermuten dass der einmal dem Täter gehörte.
00:11:15: Bei Kleidungsteilen schaut man aufs Etikett.
00:11:17: Sonst braucht man Faser Sachverständige, die wissen dann auch was Vivo produziert wurde.
00:11:23: Aber
00:11:23: in der Regel reicht ein Blick aufs Etikett und bei den Farb- und Mürtelresten gibt es Chemiker, die das also rausbekommen.
00:11:31: Das ist jetzt nicht auf dem ersten Blick zu sehen welche Farbe und welcher Mürttel das ist.
00:11:35: aber bei genauerem Blick unter einem Mikroskop kann das also einen Sachverständiger für Baustoffe beispielsweise problemlos heraus bekommen.
00:11:44: Dann weiß man welches Gemisch das ist.
00:11:48: wurde das eher in den alten oder neuen Bundesländern verwendet?
00:11:52: und hier in diesem Fall kam es dann eben raus, dass es als Quelle die neuen Bundes Länder sind.
00:11:58: Auf der glatten Plastikoberfläche findet die Spurensicherung den Teilabdruck eines Fingers – die erste heiße Spur!
00:12:07: Doch der Abdruck ist nicht komplett und eignet sich daher nicht für einen Abgleich mit der Nationalen Datenbank.
00:12:15: Das muss man dann auch so akzeptieren.
00:12:17: Man kann sich ja schlecht den restlichen Fingerabdruck dazu zeichnen, so funktioniert die Forensik nicht.
00:12:22: Wir müssen mit dem arbeiten was wir finden und wenn wir nur einen Teilabdruck finden, dann kann man den vielleicht mit späteren tatverdächtigen vergleichen.
00:12:30: aber zu einem Tatverdäftigen führt er eben noch nicht.
00:12:34: Die Beamten tragen alles Beweismaterial zusammen Fasern Haare fremde Körpersekrete Alles wird gesammelt.
00:12:43: So kommen sechzigtausend Spuren zusammen.
00:12:48: Damals mag das eine sehr große Datensammlung gewesen sein, heutzutage eher nicht.
00:12:53: Bei komplexen Tatabläufen ist das nicht mehr viel also alleine wie viele Spuren man von einem Leichnam abnehmen kann Abklebungen, Fingernägel, verschiedene einzelne Werkzeugeinwirkungen beispielsweise.
00:13:09: Alleine am Leichname entstehen ja schon unzählig viele Sporen und Man kann sich das so vorstellen, je komplexer die Fundsituation und die Tat ist.
00:13:17: Das muss jetzt nicht nur auf ein Tötungsdelikt bezogen sein.
00:13:20: Es kann beispielsweise auch ein schwerer Einbruch ins grüne Gewölbe sein.
00:13:24: Da entstehen also wirklich immer Kurzspuren.
00:13:26: Und alles wird erst mal gesichert, weil man nicht weiß was später vielleicht wichtig wird.
00:13:31: Dann können die Sechzigtausend problemlos überschritten
00:13:34: werden.".
00:13:36: Am vierundzwanzigsten Dezember nineteenhundert fünfundneunzig geschieht ein Weihnachtswunder!
00:13:42: Der Täter stellt sich und gesteht.
00:13:45: Den heiligen Abend verbringt der Mann ein gelernter Fliesenleger in einer Polizeizelle, doch bei den weiteren Befragungen stellt sich heraus... ...der angebliche Mörder ist saloppgesagt einfach plämpplämm!
00:14:00: Er will die Tat begangen haben weiß aber nicht wie.
00:14:04: Täterwissen hat er offensichtlich nicht.
00:14:08: Als er sein falsches Geständnis schließlich wieder ruft wird auch eher aus der Untersuchungshaft entlassen.
00:14:15: Indessen entwickeln sich die Ermittlungsmethoden weiter.
00:14:20: Anfang der Neunzigerjahre, im Verlauf der Neunsiger bis Anfang der Zweitausenderjahres hat die DNA-Analytik so einen riesengroßen Sprung nach vorne gemacht, dass man wirklich kaum mithalten konnte.
00:14:31: Also da war das eine Verfahren gerade erst etabliert.
00:14:34: Da kam zu dem Zeitpunkt meistens aus den Vereinigten Staaten oder aus Japan schon das Nächste hinterher.
00:14:40: Das heißt In dieser Zeit hat sich diese komplette DNA-Analyse, so wie wir sie heute kennen wirklich aus einer Nischenwissenschaft ganz plötzlich explosionsartig in alle Lebensbereiche und letztlich eben auch in die Forensik ausgedehnt.
00:14:55: Und da ging es dann eben auch erst richtig los und gerade im forensischen Bereich wollte man ja immer kleinere Mengen an DNA dann auch finden und eben
00:15:04: auch
00:15:05: auswerten können.
00:15:07: Das hat sich dann wirklich so rasant entwickelt halbjährlich Sprünge nach voneggeben.
00:15:15: Jedes neue Verfahren wird bei den vorhandenen Spurenträgern angewendet, so gelingt es an der Unterwäsche genetische
00:15:22: Spuren
00:15:23: von zwei unterschiedlichen Verursachern zu finden.
00:15:28: Im Mai aber präsentiert die Polizei einen weiteren Verdächtigen.
00:15:33: Es ist der fünfundzwanzigjährige Mirko F., Der Freund der getöteten Antje.
00:15:40: ihm wäre die siebzehnjährige sicher arglos in ein Fahrzeug eingestiegen.
00:15:45: Das könnte die fehlenden Entführungsspuren erklären, für den Zeitpunkt des Verschwindens hat er kein Alibi und am Schlüpfer der getöteten finden sich seine Gen-Spuren.
00:15:58: Der junge Mann wird verhaftet doch selbst die Angehörigen der Opfer glauben nicht an seine Täterschaft.
00:16:06: Mirko F ist ein netter freundlicher Freizeitsportler mit tagellosen Betragen Und war noch nie auffällig.
00:16:13: Niemand traut ihm eine solche Tat zu.
00:16:17: Sein Strafverteidiger nimmt Akteneinsicht und zerlegt die Beweislage nach allen Regeln der juristischen Kunst.
00:16:25: Erstens, Mircos Alibi hat nur eine Lücke von achtunddreißig bis achtundfünfzig Minuten Zu wenig Zeit um die Opfer zu töten Die Spuren zu verwischen Und die Leichen nach Niedersachsen zu bringen.
00:16:38: Zweitens Die Gen-Spur an der Unterhose hat keinen Beweis wert.
00:16:43: Denn als Freund der Getöteten ist er Spuren berechtigt!
00:16:48: Dr.
00:16:48: Markus Schwarz erklärt, was das bedeutet...
00:16:53: Hier sind wir ja wieder bei einer Spur die eine Person verursacht hat, die diese Spur verursachen darf.
00:16:58: Wenn das der Lebensgefährte is', gibt es hier eine absolut plausibelere Erklärung warum diese Spurt da zu finden ist und Damit ist er ja erst mal wieder raus aus der Sache, kann man sagen.
00:17:10: Weil diese Spur kann ihm keineswegs zur Last gelegt werden, weil ... Er darf diese Spuhr verursachen!
00:17:18: Das Amtsgericht folgt der Darstellung des Verteidigers und ordnet die Freilassung des jungen Mannes an.
00:17:24: Die Staatsanwaltschaft streibt sich.
00:17:27: In einem weiteren Gutachten stellt sich allerdings heraus dass die DNA von Mirko F nicht unbedingt am Tattag entstanden sein muss.
00:17:36: Im Gegenteil, das Feinwaschmittel, das Antje für ihre Wäsche benutzte war zu schwach um Sperrmarspuren restlos zu entfernen.
00:17:45: Die winzigen Hautzellen mit der mikroskopischen DNA könnten also einen oder gar mehrere Waschgänge überstanden haben.
00:17:53: Mirko f ist offensichtlich unschuldig.
00:17:57: Im September, zwei Tausendzwei liefern neueste Analyse-Methoden einen weiteren Treffer.
00:18:03: Am Handtuch aus dem Eimer findet sich noch ein weiterer genetischer Fingerabdruck.
00:18:08: Er ist identisch mit der zweiten Sekretspur am Schlüpfer des Opfers.
00:18:14: Doch der Verursacher beiler Spuren ist nach wie vor unbekannt.
00:18:18: In der DNA Datenbank in Wiesbaden gibt es keinen Treffer.
00:18:22: Die operative Fallanalyse zeichnet in dessen ein Täterbild.
00:18:28: Die Beschreibung im Wortlaut, extrem brutal rücksichtslos und zu allem fähig.
00:18:35: Der Unbekannte ist etwa siebenundzwanzig bis vierzig Jahre alt mit den Opfern nicht bekannt Wiederholt gewalttätig und wahrscheinlich bereits polizeilich auffällig.
00:18:45: Doch wieso isst ein solcher Täter nicht in der zentralen Datenbank?
00:18:50: Die Ermittler entschließen sich zu einem Massengehntest.
00:18:54: Die neuen Analyseverfahren machen es möglich.
00:18:57: Gut zehntausend Personen werden um eine freiwillige Speichelprobe gebeten, das gefällt wie immer nicht
00:19:04: jedem.".
00:19:21: Neunundneinzig Personen, die eben nicht erschienen sind.
00:19:25: Kann sein in der Zeit sind vielleicht welche verstorben, krank gewesen, fallen komplett raus weil sie alt und gebrechlich sind oder gerade irgendwo im Krankenhaus gelegen haben.
00:19:33: und dann wird diese Zahl also immer kleiner!
00:19:36: Und so arbeitet sich die Polizei dann immer weiter vor... ...und so läuft es zu einem Massengehntest.
00:19:42: Im Sommer zwei tausend drei sind fast alle Tests durchgeführt.
00:19:46: Kein Treffer.
00:19:48: Nun werden auch in den benachbarten Bundesländern einige tausend Männer zur Speichelprobe zitiert.
00:19:54: Am Ende sind es knapp sechzehntausend Tests, doch der Täter ist immer noch nicht dabei.
00:20:01: Die Sonderkommission nimmt sich noch einmal alle bekannten Gewalttäter vor.
00:20:06: Laut Fallanalyse müsste der Unbekannte schon einmal mit schwerer Gewalt aufgefallen sein.
00:20:13: Den Beamten fällt dabei Gerhard D ins Auge Ein brutaler Mehrfachtäter.
00:20:19: In Rosslau hat er in Sachsen-Anhalt die BARTR nach einer Tanzveranstaltung missbraucht und im Straßengraben erwürgt.
00:20:31: Dafür hat er bis zu einem Knast gesessen, in einer Amnestie in der Wendezeit wird er begnadigt.
00:20:39: Als sie sich sein DNA-Profil ansehen wollen, staunen sie nicht schlecht – er hatte nämlich keins!
00:20:47: Das, obwohl er am neunzehnten September nineteen-hundertvierundneunzig auf einem Parkplatz in Haller und der Saale festgenommen wurde als er in seinem Auto schlief.
00:20:58: Seit nineteenhundertfünfundneunzig sitzt er unbefristet im Landeskrankenhaus für forensische Psychiatrie in Uchtspringe in Sachsen-Anhalt.
00:21:07: Als Antje und Sendi verschwanden war er gerade noch auf der Flucht nach dem Mord an seiner Freundin.
00:21:13: Nur wenige Tage vor dem Verschwinden von Antje & Sendi hat er in Wolfen seine damalige Lebensgefährtin Jiuzhanga B. mit ihrer Strumpfhose erdrosselt.
00:21:23: Zwei Beamte packen ein DNA-Testkit ein und machen sich auf den Weg ins Krankenhaus, dort eröffnen sie GHD dass sie im Doppelmord von Torgau ermitteln und gerne eine Speichelprobe von ihm nehmen wollen.
00:21:37: Doch das lehnt der fünfundvierzigjährige kategorisch ab.
00:21:42: die Polizei kommt aber auch in solchen Fällen an ihre Proben sagt der Forensiker und Autor Dr.
00:21:49: Markus
00:21:49: Schwarz.
00:21:51: Er muss einen Grund haben, warum er das erstmal verneint.
00:21:55: Das heißt die Polizisten müssen erst mal unverrichteter Dinge wieder abziehen sich den gerichtlichen Beschluss holen Und dann wiederkommen.
00:22:04: Dann wird auch ein DNA Profil unter Zwang
00:22:06: erstellt.
00:22:08: Vier Tage später wird GHD Denn in Medien dass Monster von Roslau genannt wird Tod in seiner Einzelzelle gefunden.
00:22:17: Er hat sich mit einem
00:22:18: Schal
00:22:19: an der Toilettentür erhängt, die Ermittler starten seiner Zelle noch einmal einen letzten Besuch ab.
00:22:26: Von besonderem Interesse?
00:22:27: Der hat des Zahnbürste mit seinem Speichel und sein Rasierzeug aus einem Barthaar lässt sich schließlich der genetische Fingerabdruckt des Mörders gewinnen.
00:22:38: Das eindeutige Ergebnis?
00:22:40: Er hat den Doppelmord von Torgau begangen!
00:22:43: Diese Grätspuren an der Wäsche des Opfers sind von ihm.
00:22:47: Auch die Gen-Spur am Handtuch im Plastikeimer.
00:22:51: Der Teilfingerabdruck am Eimer kann ihm ebenfalls zugeordnet werden, doch was im Wald bei Bailrode genau geschah und warum?
00:23:01: dieses Geheimnis nimmt GRD mit ins Grab?
00:23:05: Überschattet wird der Fall vom beispiellosen Informationspartner mit der DNA Datenbank.
00:23:12: Das Genprofil des Serienmörders hätte nach seiner Inhaftierung im Landeskrankenhaus Uchtspringe in die Wiesbadener Datenbank eingepflegt werden müssen.
00:23:22: Wäre das geschehen, wäre der ausgedehnte und teure Massengentest wahrscheinlich nicht notwendig gewesen.
00:23:43: Überall wo es Podcasts gibt.
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